Erdwissenschaften im Fokus: Kooperation mit Armenien
Armenien ist ein gebirgiger Binnenstaat im Südkaukasus. Geprägt wird das Land durch das armenische Hochland, den Sewansee und eine hohe Biodiversität. Aufgrund der stark reliefierten Landschaft mit Steilhängen, Schluchten und Steppen ist Armenien anfällig für Naturgefahren – insbesondere für Erdrutsche. Das Klima ist kontinental: In den tieferen Lagen sind die Sommer heiß, im Hochland sind die Winter kalt und schneereich.
Kooperationsbeginn und Partnerinstitutionen
Die Zusammenarbeit mit Armenien besteht seit 2023. In diesem Jahr besuchte eine Delegation der National Polytechnic University of Armenia (NPUA) in Jerewan die Hochschule Magdeburg-Stendal. Geleitet wurde die Delegation von Dr. Sargis Asatryants (stellvertretender Direktor für Internationalisierung und Reformen). Neben Fachgesprächen wurden auch der Campus und Nachhaltigkeitsinitiativen der Hochschule vorgestellt, darunter der Naturlehrpfad.
Thematische Schwerpunkte der Zusammenarbeit
Im Mittelpunkt der Kooperationsanbahnung standen – und stehen weiterhin – folgende Themen:
- Wasserwirtschaft
- Klimaanpassung
- Umgang mit Naturgefahren
Aus diesen Gesprächen entwickelte sich eine Kooperation der Arbeitsgruppe Ingenieurökologie mit dem Climate Change and Sustainable Development Laboratory an der NPUA (Leitung: Dr. Hayk Igityan). Aktuell werden gemeinsame Vorhaben in den Bereichen Ingenieurökologie, Umweltmodellierung sowie Wasser- und Kreislaufwirtschaft vorbereitet.
Aktuelle Forschungsaktivitäten
Im Rahmen laufender Publikationsarbeiten wurden isotopenhydrologische Daten aus dem Kaukasus ausgewertet, um Zeiträume der Grundwasserneubildung abzuschätzen.