Erdwissenschaften im Fokus: Kooperation mit Armenien
Armenien ist ein gebirgiger Binnenstaat im Südkaukasus. Geprägt wird das Land durch das armenische Hochland, den Sewansee und eine hohe Biodiversität. Aufgrund der stark reliefierten Landschaft mit Steilhängen, Schluchten und Steppen ist Armenien anfällig für Naturgefahren – insbesondere für Erdrutsche. Das Klima ist kontinental: In den tieferen Lagen sind die Sommer heiß, im Hochland sind die Winter kalt und schneereich.
Kooperationsbeginn und Partnerinstitutionen
Die Zusammenarbeit mit Armenien besteht seit 2023. In diesem Jahr besuchte eine Delegation der National Polytechnic University of Armenia (NPUA) in Jerewan die Hochschule Magdeburg-Stendal. Geleitet wurde die Delegation von Dr. Sargis Asatryants (stellvertretender Direktor für Internationalisierung und Reformen). Neben Fachgesprächen wurden auch der Campus und Nachhaltigkeitsinitiativen der Hochschule vorgestellt, darunter der Naturlehrpfad.
Mit einem Memorandum of Understanding, das am 23. September 2026 unterzeichnet wurde, haben die Hochschule Magdeburg-Stendal und die NPUA den Rahmen für ihre weitere Zusammenarbeit festgelegt. Vorgesehen sind gemeinsame Forschung, Förderanträge und der Austausch von Studierenden, Lehrenden und Forschenden. Für Studierende gibt es bereits Anknüpfungspunkte, etwa im Master „Sustainable Cities Engineering“ an der NPUA und im Master Ingenieurökologie in Magdeburg. Denkbar sind gemeinsame Abschlussarbeiten zu Stauseen, Hangrutschungen oder Stadtgrün. Langfristig soll auch geprüft werden, wie an der NPUA ein eigener Masterstudiengang Ingenieurökologie nach Magdeburger Vorbild aufgebaut werden könnte.
Thematische Schwerpunkte der Zusammenarbeit
Im Mittelpunkt der Kooperation stehen folgende Themen:
- Wasserwirtschaft
- Klimaanpassung
- Umgang mit Naturgefahren
Es besteht eine Kooperation der Arbeitsgruppe Ingenieurökologie mit dem Climate Change and Sustainable Development Laboratory an der NPUA (Leitung: Dr. Hayk Igityan). Aktuell werden gemeinsame Vorhaben in den Bereichen Ingenieurökologie, Umweltmodellierung sowie Wasser- und Kreislaufwirtschaft vorbereitet.
Aktuelle Forschungsaktivitäten
Im Rahmen laufender Publikationsarbeiten wurden isotopenhydrologische Daten aus dem Kaukasus ausgewertet, um Zeiträume der Grundwasserneubildung abzuschätzen.
Links und Veröffentlichungen
News vom Oktober 2026 zur Kooperationsvereinbarung mit der NPUA