Themenfelder
- Grüne Infrastruktur und naturbasierte Lösungen
- Ökosystemleistungen
- Klimaschutz, Klimanpassung und Naturrisiken
- Internalisierung von Umweltkosten
- Nachhaltiges Management biotischer und abiotischer Ressourcen
Aktuelle Projekte
InterGrad-EGD
Seit 2024 bauen vier Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Sachsen-Anhalt mit dem Projekt InterGrad-EGD eine gemeinsame internationale Graduiertenakademie auf, die promovierenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern drei Jahre lang eine strukturierte Förderung und internationale Vernetzung zu Themen des European Green Deal, insbesondere Digitalisierung, nachhaltige Verfahren und nachhaltige Gesellschaft, bietet.
(2024 - 2027)
Unsere Arbeitsgruppe betreut zusammen mit der BOKU in Wien eine dieser Doktorandenstellen und konzentriert sich auf folgende Forschungsfragen: Wie unterscheiden sich der aktuelle Status, die Planungsansätze und die Umsetzungsmechanismen von urbanen grünen Infrastrukturen in verschiedenen Städten der Europäischen Union, insbesondere in Magdeburg und Wien? Welche Auswirkungen haben urbane grüne Infrastrukturen auf die städtische und räumliche Planung, sozioökonomische Aspekte, das Stadtklima und die Gesundheit der Bevölkerung?
KAT-Netzwerk
KAT ist ein Netzwerk der vier Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Sachsen-Anhalt zur Stärkung des Wissenstransfers zwischen Forschung und Wirtschaft. Im neuen KAT-Forschungscluster arbeiten verschiedene Teams interdisziplinär an nachhaltigen Lösungen für Klimaneutralität und Klimaresilienz. Die Ingenieurökologie trägt dazu praxisnahe Ansätze für klimaresiliente, grüne Städte bei.
Wie können naturbasierte, grüne und blaue Infrastrukturen dazu beitragen, Städte klimaresilienter und lebenswerter zu gestalten? Welche innovativen Methoden und digitalen Werkzeuge ermöglichen die effektive Planung, Bewertung und Umsetzung klimaangepasster urbaner Lebensräume?
Klimaschutzmanagement der Hochschule Magdeburg-Stendal
(2020-2023 und Folgevorhaben 2023 - 2026)
Wie lassen sich Emissionen bis 2030 im Bereich Energie und Mobilität und bis spätestens 2050 im gesamten Hochschulbetrieb neutralisieren?
Ressourcen im Fokus: Zusammenarbeit mit Vietnam
Seit 2008 kooperiert die AG Ingenieurökologie der Hochschule Magdeburg-Stendal mit vietnamesischen Partnern und seit 2018 formalisiert mit der Industriellen Universität in Ho-Chi-Minh-Stadt (IUH). Thematische stehen dabei praxisnahe Fragestellungen des Ressourcen-, Abfall- und Stoffstrommanagements im Mittelpunkt von Forschungsprojekten und Lehre.
Wie können Material- und Ressourcenflüsse in schnell wachsenden Regionen systematisch erfasst, bewertet und gestaltet werden, um Umwelt- und Klimawirkungen sowie Nutzungskonflikte zu minimieren? Welche Kombination aus Technik, Management und Regulierung ermöglicht eine sichere Behandlung und, wo verantwortbar, kreislaufwirtschaftliche Verwertung von Reststoffen und Rückständen (z. B. Deponie- und NORM-Materialien) über den gesamten Lebenszyklus hinweg?
Internationale Zusammenarbeit für nachhaltige Fischerei und Umweltmanagement in Bangladesch
Seit 2018 kooperieren Dr. Mohammad Mozumder von der Universität Helsinki, Finnland, und Prof. Dr. Petra Schneider von der Hochschule Magdeburg-Stendal zu nachhaltiger Kleinfischerei in Bangladesch.
Wie wirken sich sozioökonomische und ökologische Faktoren auf die Nachhaltigkeit der Kleinfischerei in Bangladesch aus? Welche wirksamen Strategien und Rahmenbedingungen sind erforderlich, um die Stabilität der Küsten- und Meeresökosysteme Bangladeschs zu regulieren und zu verbessern?
Foto von Ashraful Haque Akash auf Unsplash
Erdwissenschaften im Fokus: Kooperation mit Armenien
Seit 2023 kooperiert die AG Ingenieurökologie der Hochschule Magdeburg-Stendal mit der Nationalen Polytechnischen Universität Armeniens (NPUA) und deren Labor für Klimawandel und nachhaltige Entwicklung zu Themen der Ingenieurökologie, Umweltmodellierung sowie Wasser- und Kreislaufwirtschaft.
Wie können modellgestützte Szenarien den Einfluss von Klima- und Landnutzungsänderungen auf Wasserressourcen und Kreislaufwirtschaft quantifizieren und daraus wirksame Anpassungsstrategien ableiten? Welche Methoden eignen sich am besten, um Naturgefahren, insbesondere Erdrutsche, in stark reliefierten Regionen Armeniens zu bewerten und wirksam zu mindern?
Foto: Anne-Kathrin Lerke
Abgeschlossene Projekte
DryRivers (2022 - 2025)
DryRivers
Ziele, Anforderungen, Strategien und Werkzeuge für ein zukunftsfähiges Niedrigwasserrisikomanagement
(2022-2025, Projektleitung Prof. Bachmann, AG Ingenieurökologie trägt im Themenfeld Sozioökonomie bei)
Wie kann ein Instrument aussehen, das Behörden beim Niedrigwasserrisikomanagement unterstützt und dabei wasserwirtschaftliche, sozioökonomische und ökologische Aspekte gleichermaßen berücksichtigt?
UGI-Plan (2022 - 2025)
UGI-Plan
Valorisierung von Ökosystemleistungen des urbanen Gartenbaus als Teil der urbanen grünen Infrastruktur in der kommunalen Entwicklungsplanung
(2022-2025)
Wie kann eine GIS-basierte Software als Hilfsmittel für die kommunale Planung aussehen, mit der sich urbane Ökosystemleistungen wie der urbane Gartenbau quantifizieren lassen?
GipsRec 2.0 (2023 - 2024)
GipsRec 2.0
Das Projekt GipsRec2.0 entwickelte ein mechanisches Recyclingverfahren zur Gewinnung von hochreinem Gips aus gebrauchten Gipsfaserplatten als neuen Sekundärrohstoff für die Gipsindustrie.
(2023-2024: Unterstützender Fachbeitrag zur Auswertung der Versuche durch Prof. Dr. Petra Schneider)
Wie kann aus gebrauchten Gipsfaserplatten ein qualitativ hochwertiger Gips für die erneute Nutzung technisch und wirtschaftlich im großen Maßstab zurückgewonnen werden? Eignet sich das entwickelte Verfahren dazu, den Bedarf an Gips angesichts der wegfallenden REA-Gips-Quellen maßgeblich zu decken und Stoffkreisläufe zu schließen?
KontraVital - Phase 1 (2023 - 2024)
KontraVital (Phase 1)
Biodiversität & Gesundheit: Neue Gesundheitsrisiken durch biodiversitätsbedingte kontraproduktive Ökosystemdienstleistungen in Städten (KontraVital) (2023-2024)
(in Zusammenarbeit mehrerer Fachbereiche der Hochschule Magdeburg-Stendal)
Welche möglichen Auswirkungen der urbanen grünen Infrastruktur können als schädlich, unangenehm oder unerwünscht empfunden werden (als "kontraproduktive Ökosystemleistungen")? Wie lassen sich kontraproduktive ebenso wie positive Ökosystemleistungen in der nachhaltigen Planung urbaner grüner Infrastruktur berücksichtigen?
Foto von Erik Karits auf Unsplash
Recycle-BIONET (2022 - 2023)
Recycle-Bionet
Ersatzbaustoffe in bautechnischen Biotopnetzelementen der Urbanen Grünen Infrastruktur: Machbarkeit, Ökobilanzierung und Ökosystemleistungen (2022-2023)
Wie lassen sich mineralische Ersatzbaustoffe in Bauwerken/Bauvorhaben der Urbanen Grünen Infrastruktur (UGI) nachhaltig einsetzen?
Recycle-KBE (2021 - 2022)
Recycle KBE
Verbesserung der Nachhaltigkeit sowie Stärkung der urbanen grünen Infrastruktur durch Einsatz von Ersatzbaustoffen in Kunststoff-Bewehrten-Erde-Konstruktionen (2020-2021)
Wie lassen sich nachhaltig Primärrohstoffe wie Kies und Schotter bzw. Mutterboden in bautechnischen Anwendungen durch Ersatzbaustoffe ersetzen?
Input-Oriented Cap and Trade (2021 - 2023) - Eigenprojekt
Input-Oriented Cap and Trade (IOCT) - (2021 - 2023)
Angebotsseitiger Zertifikatehandel für die Brennstoffförderung (seit 2021)
Welche Vorteile bietet IOCT gegenüber outputorientierten Emissionsrechtehandelssystemen wie dem EU-Emissionshandelssystem (EHS) und welche zentralen Aspekte sind für die Implementierung zu berücksichtigen?
SAND! (2019 - 2022)
SAND!
Alternative Sandproduktion und Risikoreduzierung der Nassbaggerei in Vietnam (2019-2022)
Welche technologischen und managementbasierten Methoden eignen sich, um die Umweltauswirkungen durch Nassbaggerung im Mekongdelta zu reduzieren? Welche Ersatzbaustoffe könnten eingesetzt werden?
Langzeitstabilität sanierter Halden aus dem Uranbergbau (2019 - 2022)
Langzeitstabilität sanierter Halden aus dem Uranbergbau
(2019-2022)
Welche wissenschaftlich begründeten, technisch und wirtschaftlich durchführbaren Verfahren eignen sich für die Sanierung ehemaliger Uranbergbauhalden in Sachsen?
Bild: © Wismut GmbH
TRANSPOND (2017 - 2020)
TRANSPOND
Grenzüberschreitendes Monitoring- und Informationssystem für radioaktive Kontamination bei Naturrisiken (2017-2020)
Wie kann der Austrag radioaktiver Bergbaurückstände durch ein gemeinsames Umweltinformations- und Wassermanagementsystem in der kirgisisch-usbekischen Grenzregion rechtzeitig erfasst werden?
Bild: © IAF-Radioökologie
WATERMAS (2017 - 2020)
WATERMAS
Wassermanagement und Klimawandel im Fokus internationaler Masterstudiengänge (2017-2020)
Wie können Mastercurricula in Lateinamerika und der Karibik so modernisiert werden, dass sie aktuelles Wissen zu nachhaltigem Wassermanagement unter Klimawandelbedingungen vermitteln und lokale, regionale sowie globale Perspektiven sinnvoll verknüpfen?
Welche Lehr-/Lernformate (inkl. moderner Modellierungswerkzeuge) und Austauschformate eignen sich am besten, um zukünftige Führungskräfte im Wassermanagement praxisnah zu qualifizieren – insbesondere für Herausforderungen wie Urbanisierung, Industrialisierung und landwirtschaftliche Intensivierung?
MAREX (2015 - 2018)
MAREX
Management der Rohstoffgewinnung in der Provinz Hoa Binh – Ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in Vietnam (2015-2019)
Wie lassen sich Stoffströme in der Baustoffindustrie in Vietnam abbilden, um deren Auswirkungen auf die Umwelt sowie die daraus resultierenden Landnutzungskonflikte zu ermitteln? Welche technischen und Managementlösungen bieten sich an?

