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AG Ingenieurökologie - Jenny ... jetzt Projektleiterin im Bereich Deponiebau und Recyclingplätze

Ehemalige Studierende erzählen

Jenny ... jetzt Projektleiterin im Bereich Deponiebau und Recyclingplätze

Jenny ... jetzt Projektleiterin im Bereich Deponiebau und Recyclingplätze

Jenny hat ihr Masterstudium der Ingenieurökologie 2019 abgeschlossen. Ihre Masterarbeit ebenete ihr den Weg zum jetzigen Beruf als Projektleiterin in der Baubranche mit Schwerpunkt Deponiebau und Recyclingplätze. Für ihrem Arbeitgeber, der STRABAG Umwelttechnik GmbH, ist sie sowohl im Büro als auf Baustellen unterwegs. Planungs- und Genehmigungsverfahren sind der Grundstein ihrer Arbeit und ermöglichen den späteren Bau und Betrieb. - Übrigens hat sie mit ihrer Masterarbeit sowohl den IHK Studienpreis 2019 als auch den BWK Studienpreis 2020 gewonnen.

 

Interview vom Februar 2024

 

Was macht Dir an Deiner Arbeit Spaß?

Ich kommuniziere gerne und viel. Das ist im Projektmanagement meiner Meinung nach unglaublich wichtig. Deshalb fühle ich mich sehr wohl in meiner Tätigkeit. Es sind viele Akteure zu berücksichtigen. Die Fäden zusammenzuhalten und alles unter einen Hut zu bekommen, macht mir Freude.

Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?

Der besteht aus einem guten Mix zwischen Büroarbeit und Praxis. Je nach Projekten und Tätigkeiten ist man mehr auf der Baustelle oder eben im Büro.

Welche Schwierigkeiten zeigen sich bei Deiner Arbeit und wie gehst Du damit um?

Das möchte ich am Beispiel Deponiebau erläutern: Die Genehmigungsverfahren sind komplex, langwierig und kostspielig. Leider sind Deponien auch bei der Bevölkerung sehr in Verruf. Deponien werden nicht als technische Bauwerke wie Brücken, Häuser oder Schleusen angesehen. Die Vorurteile sind tief verankert und ein Deponieneubau stößt oft auf tiefgreifende Sorgen in der Bevölkerung. Die Kunst ist es, als Ingenieurin Vertrauen in die Technik und uns als Unternehmen zu vermitteln. Genau darin sehe ich sehr große Chancen, der Umwelt einen großen Dienst zu erweisen.

Warum hattest Du Dich für den Masterstudiengang Ingenieurökologie entschieden?

Die Ingenieurökologie ist für mich der einzige Studiengang gewesen, der ethische Aspekte mit technischen Inhalten kombiniert. Darüber hinaus lernt man Stoffstrombilanzen zu erstellen - eine fundierte, wissenschaftlich anerkannte Methodik, die Ein- und Auswirkungen auf die Umwelt quantitativ unterlegt. Oft hat man ein Gefühl zu einem Thema. Wenn man dann aber bilanziert, ist man vom Ergebnis überrascht.

Außerdem kann man sich während des Studiums für verschiedene Managementprogramme zertifizieren lassen. Damit sticht man heraus und ist für Unternehmen interessanter.

Was hat Dir das Studium der Ingenieurökologie fürs (Berufs)Leben gebracht?

Durch das Studium habe ich Kontakt zu meinem Arbeitgeber erhalten. Die Masterarbeit war meine Eintrittskarte ins Unternehmen. Die Zeit an der Hochschule hat mir wertvolle Freundschaften fürs Leben geschenkt und viele schöne Erinnerungen. Kurzum: Ich habe das Studium in Magdeburg sehr genossen. 

Was sollte in der Lehre der Ingenieurökologie weiter im Blick behalten werden?

Die politische Entwicklung halte ich für sehr wichtig. Die Umwelttechnik lebt maßgeblich von der Ausrichtung politischer Agenden und Zielstellungen.
Kommunikation ist für mich noch ein großes Thema. Vielleicht auch Konfliktmanagement. Hierfür könnte man vielleicht noch Rhetorikkurse anbieten.

Was hätte es Studium mehr geben sollen oder hat gefehlt?

Mehr Studierende in den nachfolgenden Semestern!

Wie schwierig oder leicht war es, nach dem Studium eine Arbeit zu finden?

Sehr leicht! Es gibt genug Kontakte zu Firmen schon während des Studiums. Man kann forschen oder praktisch tätig werden. Die Hochschule pflegt viele wertvolle Kontakte zu Behörden, Unternehmen und Ingenieurbüros.

Welche Perspektiven siehst Du heute für Studierende der Ingenieurökologie?

Ingenieurökolog:innen werden dringend gebraucht! In allen Sparten. Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit pragmatischen Lösungen sind heute sehr gefragt. Die Ingenieurökolog:innen bringen meiner Meinung nach all das mit.

Welchen Tipp würdest Du Studierenden der Ingenieurökologie mit Blick aufs Berufsleben geben?

Seid mutig! Ihr seid der Unterschied und Euer Tun ist Grundlage für den Fortschritt.

Was wünschst Du Dir (selbst) für die Zukunft (mit ingenieurökologischer Brille)?

Ich würde mir so sehr wünschen, dass Natur- und Umweltschutz wirklich wichtig werden und „Nachhaltigkeit“ nicht nur eine Floskel ist. Viele kleine Veränderungen ergeben in Summe einen großen Wandel.

 

Foto: STRABAG Umwelttechnik GmbHFoto: STRABAG Umwelttechnik GmbHFoto: STRABAG Umwelttechnik GmbH
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